Wer
nach den Spielen der vergangenen Wochen der Meinung gewesen ist,
dass ein Spielverlauf nicht noch extremer gestaltet werden kann,
der wurde beim heutigen Spiel gegen den TuS Hemmerde eines Besseren
belehrt.
Bereits
nach fünf Minuten gingen wir durch ein Eigentor eines Hemmerder
Abwehrspielers mit 1:0 in Führung, so dass wir zum ersten Mal
in dieser Saison einen guten Spielbeginn zu haben schienen. Aber
nach dem Führungstor spielten wir wie von allen guten Geistern
verlassen. Zwanzig Minuten und einige haarsträubende Abwehrfehler
später lagen wir dann auch folgerichtig mit 1:2 hinten. Als
wir nach knapp vierzig Minuten langsam wieder konstruktiven Angriffsfußball
zu spielen versuchten, kassierten wir prompt kurz vor der Pause,
mitten in unsere Drangphase hinein das 1:3. Die Moral war ziemlich
am Boden und einige Spieler ließen ihren Frust durch lautstarkes
Lamentieren gegenüber dem Schiedsrichter ab. Die Halbzeitpause
musste somit dazu genutzt werden, die Emotionen herunterzukochen
und die Mannschaft wieder auf das Wesentliche einzuschwören.
Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Bütterling wurde
zudem in der Offensive umgestellt.
Wir
starteten engagiert, aber immer noch ein wenig unkoordiniert in
den zweiten Durchgang. Hemmerde beschränkte sich nahezu nur
noch auf das Sichern des Vorsprungs, so dass mitunter zwanzig Spieler
in der Hemmerder Spielhälfte zu finden waren. Entsprechend
eng wurden die Räume vor dem gegnerischen Tor. Als wir nach
einer Stunde immer noch mit zwei Toren Unterschied hinten lagen
und einige kleinere Tormöglichkeiten nicht genutzt werden konnten,
schienen unsere Erfolgsaussichten für den heutigen Spieltag
eher schlecht zu stehen. Wieder einmal war es unser Mannschaftsältester
Mischel, der die Wende einläutete: Auf halblinks schnappte
er sich die Kugel und knallte so lange auf die Kiste, bis alle Gegenspieler
auf dem Boden lagen und er mit dem vierten Versuch das Leder aus
sechzehn Metern zum Anschlusstor über die Linie drücken
konnte. Dieser Kraftakt kam einem Weckruf gleich. Mit einem Male
glaubten wir wieder an unsere Chance und führten die Zweikämpfe
viel intensiver. Nach einer Standardsituation fiel Wierike, im Rückraum
stehend, der Ball vor die Füße. Er nahm sein Herz in
beide Hände und "hemmerde" die Kugel aus zwanzig
Metern zum 3:3 oben in den Knick. Fünfzehn Minuten vor dem
Ende stand die Partie also wieder pari.
Die
Mannschaft wollte sich jetzt aber nicht mehr nur mit einem Unentschieden
zufrieden geben und spielte weiter konsequent nach vorne. Der Gegner
konnte schon längst das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. In
der 87. Minute fiel dem zuvor eingewechselten Lars Brinkmann das
Spielgerät vor die Füße, der sich völlig freistehend
in zehn Meter Entfernung vor dem gegnerischen Tor wieder fand. Mit
nahezu aufreizender Gelassenheit und stoischer Ruhe analysierte
Brinkmann kurz die Spielsituation und das beinah leere Tor, um dann
in unnachahmlicher Art zum siegbringenden 4:3 einzuschieben.
Zum
vierten Mal haben wir damit in dieser Saison ein Spiel gedreht und
zum ersten Mal sogar einen 2-Tore-Rückstand aufgeholt. Der
Besuch eines 3.Mannschaft-Spiels ist in dieser Saison auf jeden
Fall immer lohnenswert (wie der eine oder andere treue Anhänger
sicherlich bestätigen kann), auch wenn dem Trainer ein langweiliger
1:0-Sieg reichen würde
[Bericht:
Ostermann]
SuS Kaiserau III:
Guth, Tost, Wierike, Bresinksi, Mischel, Brinkmann, M., Holtmann,
Bütterling (Michalek, 46. Min. (Brinkmann, L., 76. Min.)),
Nowara, Hüttemann,
Pincus (Duda, 89. Min.)
Tore: 1:0 Eigentor 5. Min., 1:1 Foulelfmeter 14. Min., 1:2 29. Min.,
1:3 39. Min., 2:3 Mischel 76. Min., 3:3 Wierike 79. Min., 4:3 Brinkmann,
L. 88. Min.
Bes. Vork.: Rote Karte für grobes Foulspiel für Hemmerde,
82. Min.
[22.10.] Rot-Weiß
Unna - SuS Kaiserau III 1:2
Zum
heutigen Auswärtsspiel mussten wir zum altehrwürdigen
Hertinger Tor nach Unna. Bis auf Adelsberger und Kaiser waren alle
Mann an Bord, so dass wir mit der nahezu identischen Aufstellung
aus dem Bausenhagen-Spiel auflaufen konnten.
Ehe
jedoch alle Spieler ihre erste Ballberührung im Spiel hatten,
lagen wir auch schon nach drei Minuten 0:1 hinten. Eine direkt vor´s
Tor geschlagene Ecke flog an gut einer Handvoll Abwehrspieler vorbei,
so dass der Unnaer Stürmer am langen Pfosten keine Mühe
hatte, den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie zu drücken.
Der frühe Rückstand und der mitunter sehr holprige Rasen
hemmten in der Folgezeit unser Aufbauspiel. Unna schien in vielen
Szenen ein Tick wacher zu agieren, so dass viele Bälle in die
Spitze postwendend zurückkamen. Brinkmann, Wierike und Holtmann
versuchten auf die rustikale Art in´s Spiel zu finden und
kassierten folgerichtig jeweils den gelben Karton. Zumindest fanden
wir somit nach und nach unseren Rhythmus und konnten in der 26.
Minute durch einen Freistoß aus 20 Metern durch Mischel zum
1:1 ausgleichen. Von nun an entwickelte sich ein offenes Spiel mit
leichten Feldvorteilen für uns. Kurz vor der Halbzeit spielte
Mischel den Ball von halblinks scharf in den Strafraum, wo Holtmann
verlängern konnte und Hüttemann das Leder mit etwas Glück
und der Unterstützung des gegnerischen Torhüters aus wenigen
Metern zur 2:1 Pausenführung über die Linie drückte.
In
der zweiten Spielhälfte passierte zunächst wenig. Unna
drückte nach vorn, kam aber nicht zu erfolgversprechenden Einschussmöglichkeiten,
weil unsere Defensive jetzt gut stand. Nachdem wir so die erste
Viertelstunde überstanden hatten, kamen wir unsererseits nun
aufgrund des Kräfteverschleißes auf der Gegenseite zu
Konterchancen am laufenden Band. Leider versäumten wir es hierbei,
mit einem weiteren Treffer den Sack zuzumachen. Durch Ungenauigkeiten
beim letzten Pass verspielten wir viele Chancen und die vorzeitige
Entscheidung. In der Schlussviertelstunde warf Unna noch einmal
alles nach vorne, so dass es mehrfach lichterloh bei uns im Sechzehner
brannte. Nachdem Tost und Guth bereits jeweils einmal auf der Torlinie
klären mussten, kam es in der Nachspielzeit zum großen
Showdown zwischen den beiden Alt-Internationalen Bartsch und Mischel:
Nach einer der vielen Ecken kam der Unnaer Spielmacher aus zehn
Metern freistehend zum Schuss und der Ausgleich schien nur noch
Formsache zu sein. Doch Mischel kratzte den Ball per Flugkopfball
noch von der Linie und sicherte uns die drei Punkte.
Fazit:
Eine spielerische Glanzleistung ließ der teilweise schwierig
zu bespielende Platz nicht immer zu, aber mit viel Einsatz und dem
hart erarbeiteten Quäntchen Glück nehmen wir die Punkte
mit nach Kaiserau. Nun kommt es in der kommenden Woche auf heimischen
Platz zum Spiel Zweiter gegen Vierter.
[18.10.]
Sponsoren-Suche | KiApPa und Retro-Handtuch-Contest am Freitag
Leider
ist unser bisheriger Sponsor Gülde zumindest für diese
Saison abgesprungen. Falls Sie eine Firma haben und nicht wissen,
wohin mit dem Geld, wir wissen es: Erfolgreicher B-Kreisligist
aus Kamen sucht Sponsor!
Dann
noch eine Ankündigung für Freitag: Nach dem Training findet
zum einen eine KiApPa (Kirsche-trifft-Apfel-Party) statt. Was das
genau bedeutet muss man sich schon selber angucken. Nebenher läuft
noch ein Retro-Handtuch-Contest. Jeder bringt sein schönstes
oder skurrilstes Retro-Handtuch mit. Die drei schönsten Exemplare
werden prämiert! Pipi war heute mit einem 26 Jahre alten Biene
Maja-Handtuch schon sehr gut aufgestellt, mal sehen was die anderen
noch im Schrank von Oma und Opa finden. Schirmherr dieses Contests
ist Daniel "Retro" Nowara.
[15.10.]
SuS Kaiserau III - SV bausenhagen II 4:1
Am
heutigen Sonntag bekamen wir, nach dem spielfreien Wochenende, Besuch
aus Bausenhagen. Verletzungsbedingt mussten hierbei gegenüber
der letzten Partie zwei personelle Umstellungen vorgenommen werden.
Daran lag es aber nicht, dass unser Spiel von Anfang an irgendwie
unrund lief. Zum einen erwies sich Bausenhagen als der erwartet
unangenehme Gegner, zum anderen war in unserem Spiel ein wenig der
Wurm drin. Nachdem wir uns in den ersten fünf Minuten noch
einige Torchancen erarbeiten konnten, bestand die nächste Viertelstunde
nahezu nur aus Mittelfeldgeplänkel. Nach zwei Unachtsamkeiten
in der Defensive konnten wir uns mal wieder bei unserem Torhüter
bedanken, dass wir nicht in Rückstand gerieten.
So
war die Entstehung zum 1:0 durch Brinkmann nach 25 Minuten charakteristisch
für das Spiel: Nach einer scharf getretenen Ecke wemmsten sich
unsere beiden ältesten Spieler beim Torschussversuch gegenseitig
um und machten somit erst den Weg für Herrn Brinkmann frei,
der nicht nur mit seinem Treffer dem Trainer zu verstehen geben
wollte, dass er bisher zu wenig Spielzeit erhalten hat. Nach dem
Führungstor wurde unser Spiel nur unwesentlich besser. Nun
standen wir zumindest in der Defensive sicher. Kurz vor der Pause
setzte sich Hüttemann im Mittelfeld durch und bediente Nowara
mit einem mustergültigen Pass in den freien Raum. Dieser lies
sich die Gelegenheit nicht nehmen und schob die Kugel am gegnerischen
Torhüter vorbei zur 2:0 Halbzeitführung in´s lange
Eck.
Wir
gingen konzentriert und einsatzfreudig in den zweiten Spielabschnitt
und erzielten bereits nach wenigen Minuten durch Hüttemann,
aus ein wenig abseitsverdächtiger Position, das beruhigende
3:0. Mit ein wenig mehr Glück im Abschluss hätten wir
in der Viertelstunde nach der Pause das Ergebnis durch Pincus und
Holtmann durchaus weiter zu unseren Gunsten ausbauen können.
Ab der 60. Minute ließ dann die Konzentration mit der beruhigenden
3:0 Führung im Rücken nach, so dass Bausenhagen wieder
zu mehr Spielanteilen kam. 15 Minuten vor dem Ende gelang dem Gast
der Anschlusstreffer, so dass eine turbulente Schlussphase drohte.
Aber bereits wenige Minuten später setzte sich Bütterling
auf der linken Seite durch und passte mustergültig in die Mitte,
wo Deppe nur noch den Schlappen hinhalten und aus 3 Metern einschieben
musste. Damit war die Partie entschieden und der 5. Saisonsieg gesichert.
Alles
in allem war das heute sicherlich nicht unsere beste Leistung, aber
unterm Strich steht ein 4:1 Heimerfolg und die Erkenntnis, dass
auf die unguten Vorahnungen des Trainers auch kein Verlass ist.
Am
Freitag werden wir uns alle endlich mal genauer kennen lernen. Nach
dem Training werden wir am Rasenplatz unsere Kennenlernparty feiern.
Für Speis & Trank ist gesorgt. Wer will darf seine bessere
Hälfte gerne mitbringen. Pflicht-Mitbringsel sind gute Laune,
Durst und viel Zeit. In diesem Sinne, bis Freitag.
[01.10.]
Königsborner SV II - SuS Kaiserau III 2:1
Am
heutigen Sonntag fuhren wir zum Spitzenspiel nach Königsborn.
"Spitzenspiel" und "Kaiserau 3" waren in der
Vergangenheit immer zwei Begriffe, die wenig miteinander zu tun
hatten. Auch heute wussten wir vor dem Spiel nicht so genau, wo
wir leistungsmäßig stehen. Nach dem Spiel bleibt nur
zu sagen, dass wir vollkommen zu Recht im oberen Tabellendrittel
zu finden sind .
Zuschauer,
Trainer und Ergänzungsspieler bekamen von der 1. Minute an
ein Spiel auf höchstem Kreisliga B-Niveau zu sehen wie es seinesgleichen
bei der Dritten lange nicht mehr gegeben hat. Mit ein wenig Glück
hätten wir bereits mit der ersten Angriffsaktion in Führung
gehen können. Nach einem scharf getretenen Freistoß konnte
Hüttemann sich leider nicht entscheiden, ob er den Ball mit
Kopf, Fuß oder Bauch über die Linie drücken sollte.
In der Folgezeit kam dann Königsborn vermehrt zu hochkarätigen
Torchancen, die der überragende Bublath allesamt irgendwie
von der Linie kratzte. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch
mit sehr hohem Tempo und wenig Verschnaufpausen. Nach gut einer
halben Stunde wurde Holtmann im Strafraum umgerissen und Mischel
verwandelte den fälligen Strafstoß eiskalt zum 1:0. Bis
zur Pause wurde der Vorsprung über die Zeit gerettet.
In der zweiten Spielhälfte brachte Königsborn frische
Kräfte, die das Tempo weiterhin hochhielten. Uns hingegen fehlten
die entsprechenden defensiven Alternativen auf der Bank um die Abwehr
zu stärken. Nach gut einer Stunde war bei vielen Spielern der
Akku im roten Bereich, so dass Königsborn zwangsläufig
zu weiteren Tormöglichkeiten kam. Nachdem wir keine unserer
vereinzelten Konterchancen nutzen konnten, kassierten wir dann zwischen
der 70. und 80. Minute die zwei spielentscheidenden Gegentreffer.
Unser letztes Aufbäumen kurz vor Schluss brachte leider keine
zwingenden Möglichkeiten mehr hervo.
Nach
diesem Spiel sollten auch die letzten Zweifler davon überzeugt
worden sein, dass wir vollkommen zu Recht da oben stehen und bei
entsprechendem Einsatz auch dort bleiben werden. Nun haben wir eine
Woche Pause bis zum nächsten Heimspiel gegen Bausenhagen. Wir
sollten die Zeit nutzen, die verschiedenen kleinen Zipperlein auszukurieren,
um dann an die heutige Leistung anknüpfen zu können.
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